Archiv mit früheren Themen des Monats:

Zwischen Qualität und Kostendruck – der Patient darf nicht der Leidtragende sein

 

Angesichts eines seit Jahren steigenden Kostendrucks im Gesundheitssystem stehen die deutschen Krankenhäuser zunehmend im Spagat zwischen wirtschaftlichem Handeln und steigenden Anforderungen an die Behandlungsqualität. Eine neue Studie zeigt die negativen Auswirkungen deutlich auf, die durch den Sparzwang in den Kliniken entstehen und weist immenses Optimierungspotenzial nach.

 

Die Studie der K.O.M. GmbH, die in Zusammenarbeit mit dem Bundeverband der Beschaffungsinstitutionen im Gesundheitswesen (BVBG e.V.) erstellt wurde, kommt zu dem Schluss, dass der Kostendruck und Sparzwang in deutschen Krankenhäusern in vielen Fällen dazu führt, dass minderwertige Produkte eingekauft werden. Dies spart zwar kurzfristig im Einkauf Geld, führt aber andererseits zu immensen Folgekosten. Die Versorgung der Patienten wird schlechter, es kommt zu erheblichem Mehraufwand durch eine Beeinträchtigung der Prozesse, es entstehen Zusatzkosten für die Mehrarbeit der Mitarbeiter und Anschlussbehandlungen der Patienten, so ein Studien-Ergebnis. Damit laufen die vermeintlichen Einsparungen dem eigentlichen Ziel, Kosten zu senken, direkt entgegen.

 

Im Gegensatz zu anderen Branchen werden diese verdeckten Folgekosten in Krankenhäusern nicht quantifiziert, der Fokus liegt ausschließlich auf den reinen Produktkosten. Eine ganzheitliche Bewertung über produktbezogene und dienstleistungsbedingte Life-Cycle-Kosten über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts findet nur partiell statt und beschränkt sich auf wenige, meist in sich abgeschlossene Bereiche. Diese problematische Entwicklung aufzubrechen, um eine nachhaltige und ganzheitliche Betrachtung zu ermöglichen, war das Ziel der repräsentativen K.O.M.-Studie, an der 480 Kliniken in Deutschland und der Schweiz teilgenommen haben. Befragt wurden alle im Klinikbereich tätigen Berufsgruppen und die dort gewonnenen Ergebnisse mit Fachexperten besprochen, diskutiert und anhand dieser externen Expertise nochmals überprüft.

 

Der aus den Ergebnissen der Studie entwickelte Q-Faktor, besser beschrieben als „Qualitätsfolgekostenfaktor“, ermöglicht es, genau zu berechnen, wie hoch die Behandlungskosten tatsächlich sind, wenn auch die Folgekosten eingerechnet werden. In den Pilotkrankenhäusern wie dem Universitäts-Herzzentrum Freiburg-Bad Krozingen wurde dazu ein Tool implementiert, um die gesamten Folgekosten beim Einsatz verschiedener Produkte genau zu berechnen.

 

Mehr zu der vom MARA-Kooperationspartner K.O.M. durchgeführten „Studie: Qualitätsoffensive im Einkauf“ finden Sie unter www.kom-neun.de

 

 

Online-Umfrage zur Benchmarking-Studie des CKM und der HHL:

 

„Benchmarking in Krankenhäusern“

 

In Industrieunternehmen gehört Benchmarking seit vielen Jahren zum bewährten Controlling-Instrumentarium und auch in der Medizin sowie Krankenhausführung hat diese Analyse- und Entscheidungstechnik an Stellenwert gewonnen.

 

 

 

Bitte senden Sie den ausgefüllten Fragebogen an:

CKM - Centrum für Krankenhausmanagement

Prof. Dr. Dr. Wilfried von Eiff

Scharnhorststr. 110

48151 Münster
E-Mail: ckm@wiwi.uni-muenster.de
Fax: 0251-8331446

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Fragebogen_Benchmarking_2016_Formular(2)
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Thromboseprophylaxe

Thrombosestrümpfe in der klinischen Praxis:

 

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Thrombose MTD 2012(2).pdf
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Biomechanische Charakterisierung
von Medizinischen Thromboseprophylaxestrümpfen
(MTPS)

 

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Kraft_Wegener_Biomechanische Charakteris
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Wie überlebenswichtig ist eine klare strategische Positionierung für Krankenhäuser und welche bedeutende Rolle spielt die Radiologie dabei? Lesen Sie mehr im aktuellen Artikel der HCM...

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Wappnen für die Reform
Artikel in der HCM, Sept. 2015.pdf
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BigData, Digital Health und 3D-Druckertechnologie: die Rolle der Radiologie

 

BigData, Digital Health und 3D-Druckertechnologie: die Rolle der Radiologie

 

Die Revolution der IT

 

Die IT treibt die diagnostische Präzision in immer kürzerer Zeit voran. Für den Patienten kann so die individuell

bestmöglich geeignete Prozedur ausgewählt werden. Ziel ist es dabei, die klinische Effektivität zu steigern,

Patientenrisiken zu minimieren und die Lebenszykluskosten einer Diagnose-Therapie-Entscheidung zu reduzieren.

Kaum ein anderer Bereich im Gesundheitswesen besitzt so viel Potenzial zur Steigerung der Prozesseffizienz, zur Verbesserung medizinischer Qualität sowie Patientensicherheit und letztlich zur Erreichung eines nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolgs wie ...

 

Big Data, also der strukturierte Umgang mit großen Datenmengen, ermöglicht es, aus vielen Daten entscheidungsrelevante
Informationen abzuleiten, daraus zweckorientiertes Wissen zu generieren und in kürzester Zeit problemlösungsorientiert
zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der bisher vorwiegend militärisch, geheimdienstlich und ökonomisch motivierten
Anwendungsbereiche ist ...

 

Digital Health bezeichnet die Verschmelzung von medizinischem Wissen mit ITAnwendungen bzw. IT-Technologien, um
die medizinische Versorgung und Überwachung von Patienten zu verbessern. So kann via Smartphone im 24/7-Betrieb festgestellt werden, ob ein Patient die verordneten Medikamente eingenommen hat. Ebenso sind Vitaldaten überprüfbar und es kann über ...

 

3-D-Modelle sind in der Medizin hilfreich, um eine genaue Kenntnis der anatomischen Besonderheiten eines individuellen
Patienten zu erhalten, mit dem Zweck, komplexe Eingriffe vorzubereiten. Die Herstellung eines Modells (z.B. Herz) erfolgt
auf Basis von MRT- und CT-Daten, die mittels Spezialsoftware in ein 3-D-Modell umgesetzt und mit einem 3-D-Drucker produziert werden. Somit lassen sich maßgeschneiderte, patientenindividuelle Modelle herstellen. Die Einsatzbeispiele, die es bereits gibt, überzeugen (Albrecht et al. 2014): ...

 

... Lesen Sie den vollständigen Artikel aus der HCM 6. Jg. Ausgabe 4/2015

 

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3D Drucker_Big Data_Dig Health_HCM_2015.
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Apple & Co. – vor allem emotionale Werte schaffen Erfolg. Auch in der Radiologie!


Der Einsatz um Patienten und Gewinne wird für den Radiologen zunehmend aufwändiger. Restriktive Rahmenbedingungen, die Austauschbarkeit der Dienstleistungen und sich verstärkt betriebswirtschaftlich professionalisierende Wettbewerber machen eine positive Imagebildung für Praxen unabdingbar. Dabei spielt übrigens das Design nur eine Mitläuferrolle in einem Image-/Markenbildungsprozess. Ganzheitliche Corporate Identity-Konzepte erzeugen die Bestandteile für den Erfolg: Abgrenzung, Orientierung, Vertrauen. Das gilt für ein Handy, aber auch für eine MRT-Dienstleistung.

Allerdings ist hierbei im Gesundheitswesen teilweise noch erhebliche Überzeugungsarbeit zu leisten. Nicht jeder Mediziner oder Praxiscontroller denkt ganzheitlich. Kurzfristige Gewinnmitnahmen, die Verwandtschaft zu einem Grafikstudenten oder eine gesteigerte Technikaffinität lassen so manche sinnvolle Investition in ein umfassendes Praxismarketing verschieben oder eher den Kauf eines überdimensionierten Befundungsgerätes anstreben. Zudem ist nicht nur der Aufbau, sondern auch der Erhalt einer Praxismarke mit Aufwendungen verbunden.

Und, was nach außen versprochen wird, muss nach innen abgesichert sein. Das heißt, nur wenn alle Mitarbeiter (und alle Praxisgesellschafter!) in den Prozess involviert werden, kann eine erfolgreiche Praxismarke gelebt und umgesetzt werden.

Ja, professionelles Praxismarketing ist komplex. Ja, es kostet Geld. Es ist mühsam und man erkennt den Sinn erst später. Aber der Einsatz lohnt sich.

 

 

Michael Schorsch Marketingleiter RANOVA, RDG; Kommunikationsberater

Cord Brüning  Geschäftsführer RDG, CoSolvia



Teilnehmerstruktur

Zielgruppe

Krankenhaus- und MVZ-Manager (Geschäftsführer, ärztl. Direktoren, Medizincontroller, Personalleiter), leitende Ärzte, Radiologen, MTAs/RTAs, Industrie (Medizintechnik, Medikalproduktehersteller, Medizinhandel), Beratungs- und Dienstleistungsunternehmen

Anmeldung

Online über unsere Anmeldeseite.

Weitere Informationen über das Organisationsbüro:

I.O.E. - WISSEN GMBH 

Hermann-Löns-Straße 31

53919 Weilerswist / Kreis Euskirchen

Telefon +49 (0)2254 84660-80

Telefax +49 (0)2254 84660-84

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